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Fakultät für Naturwissenschaften
Studierende der Fakultät für Naturwissenschaften (Foto: Uni Paderborn, J. Pauly) Bildinformationen anzeigen

Studierende der Fakultät für Naturwissenschaften (Foto: Uni Paderborn, J. Pauly)

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Neurowissenschaftliche Forschungskarrieren im Bereich Training und Therapie: Erfolgreiche deutsch-afrikanische Kollaboration

Programm an der Universität Paderborn geht in die zweite Förderphase

Lehrende im Department Sport & Gesundheit der Universität Paderborn entwickeln in Kooperation mit zwei afrikanischen Partneruniversitäten einen neuartigen Ansatz für den Austausch in Lehre und Forschung im Bereich der Trainings- und Neurowissenschaft sowie der Physiotherapie. Im Rahmen des Förderprogramms „International Virtual Academic Collaboration“ (IVAC) vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ist ein virtuelles, interkulturelles Lehr-Lern-Angebot mit der Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology (JKUAT) in Nairobi, Kenia und der Stellenbosch University (SUN) in Südafrika entstanden. Die erste Förderphase des Projekts „#TrainingTwinsInAppliedNeurosciences“ ist mit einem Besuch der Delegation aus Kenia in Paderborn erfolgreich abgeschlossen und evaluiert worden. Im kommenden Sommersemester beginnt der zweite Projektdurchlauf, der erneut mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

„In dem Projekt bringen wir Bachelor-Studierende aus den Studiengängen Sportwissenschaft und Physiotherapie mit Fokus auf die zukunftsrelevante Perspektive der Neurowissenschaft, also der Erforschung von Gehirn und Nervensystem, zusammen. Sie ist ein wesentlicher Schlüssel für Erkenntnisse im Gesundheits- und Leistungssport sowie in der Sporttherapie und berufsrelevant für die Studierenden in beiden Ländern, auch wenn die Gesundheitssituation und -versorgung in afrikanischen Staaten eine völlig andere ist, als bei uns in Deutschland“, erklärt Katrin Hemschemeier, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Paderborner Arbeitsgruppe „Trainings- und Neurowissenschaften“. Im Mittelpunkt des Projekts stehen deshalb neurowissenschaftliche Ansätze und Methoden zur Planung, Umsetzung und Kontrolle von Versorgungsmaßnahmen für Patient*innen oder zur Leistungsentwicklung von Athlet*innen.

Forschungsorientierte Karrieren frühzeitig unterstützen

„Junge Studierende frühzeitig für eine Wissenschaftskarriere im Bereich Trainings- und Neurowissenschaft zu begeistern ist das nachhaltige Ziel“, so die Projektkoordinatorin Sarah Vogt. „Deshalb besteht das Programm aus drei Bausteinen: ein virtueller semesterbegleitender Kurs, eine Sommerschule zur Anwendung von Methoden im Labor sowie die Rekrutierung und nachhaltige Begleitung von sogenannten „TrainingTwins“, deutsch-afrikanischen Lernpartnerschaften, die einen gemeinsamen Interessensschwerpunkt finden und verfolgen möchten, zum Beispiel im Rahmen einer kooperativen Bachelorarbeit, im Masterstudium oder der Promotion.“

Projektevaluation und Planung für die zweite Förderrunde

Zur Auswertung des ersten Projektdurchlaufs besuchte die kenianische Delegation Anfang Februar das Projektteam in Paderborn. Die drei Wissenschaftler*innen des physiotherapeutischen Departments der JKUAT nutzten die einwöchige Reise, um sich intensiv mit den Kolleg*innen der Arbeitsgruppe „Trainings- und Neurowissenschaften“ auszutauschen. Der Vizepräsident für Internationale Beziehungen Prof. Dr. Torsten Meier hieß sie an der Universität Paderborn herzlich willkommen. Workshops zur Beurteilung des ersten sowie zur Weiterentwicklung und Vorbereitung des zweiten Projektdurchlaufs standen ebenso auf der Agenda wie Campus- und Laborführungen, Methodenschulungen und Diskussionen zu Forschungskooperationen. Zum Auftakt für den im April startenden zweiten Projektdurchlauf fand am Ende der Arbeitswoche eine Kick-Off-Videokonferenz mit den Departments für Sportwissenschaft und Physiotherapie der SUN statt.

„Das Projekt ist schon jetzt ein großartiger Erfolg. Wenn wir die virtuellen Möglichkeiten und Tools voll ausschöpfen, kann die globale Vernetzung und der Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden auf vielen Ebenen intensiv stattfinden. Das Feedback der Studierenden hat uns gezeigt, dass interkulturelle und digitale Erfahrungen und Kompetenzen auch virtuell entstehen können, dass problemorientiertes, zukunftsrelevantes Arbeiten in internationalen und interdisziplinären Kleingruppen online erprobt werden kann und dass die individuelle Entwicklungsplanung ein zielführendes Instrument für Bachelorstudierende ist“, resümiert Dr. Nassib Tawa, Projektkoordinator an der JKUAT.

Kontakt

Katrin Hemschemeier

Dipl. Sportwiss. Katrin Hemschemeier

Trainings- und Neurowissenschaften

Studiengangsleitung "Angewandte Sportwissenschaften (B.A.)"; Programmbeauftragte Internationales LFE Sport

Zur Person
Sarah Vogt

Sarah Vogt

Trainings- und Neurowissenschaften

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