Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Fakultät für Naturwissenschaften
Studierende der Fakultät für Naturwissenschaften

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges Bildinformationen anzeigen

Studierende der Fakultät für Naturwissenschaften Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

|

Nachhaltige Erzeugung von Wasserstoff als Treibstoff: Prof. Dr. Bauer stellt Politikern seine Forschung vor

Ende Juli haben Frank Schäffler und Christian Sauter, beide Bundestagsmitglieder der FDP, sowie Marc Lürbke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag NRW, Prof. Dr. Matthias Bauer, Inhaber des Lehrstuhls Anorganische Chemie nachhaltiger Prozesse, an der Universität Paderborn besucht. Die Politiker sprachen mit dem Wissenschaftler, der zur nachhaltigen Erzeugung von Wasserstoff als Treibstoff forscht, über alternative Antriebsformen, insbesondere Wasserstoff-Autos.

Im Fokus der Arbeit von Bauer steht die Generierung von Wasserstoff mit Hilfe von Sonnenlicht. In einer Apparatur (siehe Foto) wird mit Hilfe von Metallkatalysatoren aus Wasser gasförmiger Wasserstoff erzeugt, der in Brennstoffzellen als Treibstoff eingesetzt werden kann. Dabei ging der Wissenschaftler im Gespräch mit Schäffler, Sauter und Lürbke auf Batterieautos, Wasserstoffautos und Verbrennungsmotoren ein.

Bauer: „Die steigende Weltbevölkerung und der steigende Ressourcenbedarf kann nicht mehr durch eine einzige Antriebsform bewegt werden. Hier werden zukünftig Mischformen nötig sein. Für den Stadtverkehr das Batterieauto, das nur kurze Strecken zurücklegt und zu Hause geladen wird. Für mittlere und lange Distanzen das Wasserstoffauto und für Schwerlast und Flugzeuge künstliche Kraftstoffe.“

Der Chemiker betonte, dass in der gegenwärtigen CO2-Diskussion die Möglichkeit vergessen werde, CO2 durch chemische Reaktionen auch in künstliche Kraftstoffe umwandeln zu können. Damit würde sich eine passive Vermeidung von CO2 in eine aktive Reduktionsmöglichkeit des klimaschädlichen Gases umkehren lassen.  Die Weiterentwicklung solcher Prozesse sollte deshalb ebenfalls stark gefördert werden.

„Durch regenerative Energiequellen wie Licht und Wind, die prinzipiell im Überfluss vorhanden sind, wird so die Debatte um Wirkungsgrade nebensächlich, da keine klimaschädlichen Abfallprodukte entstehen“, so Bauer weiter.

Kontakt

Matthias Bauer

Prof. Dr. Matthias Bauer

Anorganische Chemie - Arbeitskreis Bauer

Lehrstuhlinhaber - Anorganische Chemie nachhaltiger Prozesse

Zur Person

Die Universität der Informationsgesellschaft